Stabhochspringer für die Schweizermeisterschaft in Form

Bad Zurzach (ax) – Am Nachwuchsmeeting in Zofingen überzeugten die Zurzacher Athleten im Testwettkampf für die Schweizermeisterschaften

 

Es war ein wichtiger Anlass. Ein Anlass der das Selbstvertrauen stärkte. Und das braucht es, um an einer Meisterschaft bestehen zu können. Daher wollten sich fünf Athletinnen und Athleten des LC Bad Zurzach nochmals einem Test unter-ziehen. Und der ist gelungen. Insbesondere die Stabhochspringer weisen eine steigende Formkurve auf. Das darf man auch von den beiden Sprinterinnen Svenja Moll und Tessa Morshuis sagen.

 

Mike Erne nun unter den Top-Five der Schweiz

Mike ist mutiger geworden. Keck entschied er, erst bei einer Anfangshöhe von 2.80 Meter einzusteigen, nachmlich dort, wo viele Mitkonkurrenten seines Jahr-ganges sonst aufhören. Das klappte auf Anhieb. Dann wurden die 2.90 Meter wieder mutig ausgelassen, um bei diesem heissen Wetter Energie zu sparen. Die 3.00, 3.10 und 3.20 Meter wurden technisch sauber gesprungen und Mike zeigt auch keine Nervosität mehr, wenn sich Fehlversuche ergeben. Er hat ja auf der gleichen Höhe jeweils drei Versuche zu gute. Und bei der Hitze von 35° C am vergangenen Samstag schaffte er eine neue persönliche Bestleistung von 3.30 Meter. Das ist beachtlich. Im gleichen Wettkampf sprang ein weiterer Aargauer, David Ettlin vom TV Wohlen, unglaubliche 4.00 Meter.  Er ist allerdings älter als Mike und springt in der Kategorie U18.

Mike Erne jetzt bei 3.30 Meter
Mike Erne jetzt bei 3.30 Meter

Der Zwillingsbruder Joel Erne war in diesem Wettkampf etwas verhalten. Wohl der Hitze wegen. Bei der neuen Bestleistung von 3.10 Meter stiess er an eine Barriere. Die Schnelligkeit in den letzten Schritten muss noch verbessert werden und das aggressivere Hineinhängen in den Stab, das sein Bruder so gut beherrscht.

Joel Erne 3.00 Meter bestätigt
Joel Erne 3.00 Meter bestätigt

Leonie Moll aus Tegerfelden wird immer sicherer. Sie bestätigte erneut ihre per-sönliche Besthöhe von 2.80 Meter. Sie braucht nicht mehr viele Versuche, um auf diese Höhe zu kommen. Das ist die Voraussetzung, um in neue Höhen vor-dringen zu können und noch bei vollen Kräften zu sein.  Man darf also gespannt sein auf die bevorstehenden Schweizermeisterschaften. Die drei Zurzacher Stabhochspringer und –springerinnen sind jeweils die Nummer eins und zwei im Kanton Aargau und sie haben den Anschluss an die Schweizer Spitze gefunden.

 

Bestzeit über 200 Meter vom Winde verweht

Tessa Morshuis hat die Teilnahmewerte für die Schweizermeisterschaften über 100, 200 und 100 Meter Hürden schon früh in dieser Saison erreicht und kann zuversichtlich dem Grossereignis entgegensehen. Der Zofinger Test bestätigte ihren Formanstieg. Über 200 Meter erreichte Tessa eine neue persönliche Best-leistung von 26.44 Sekunden. Doch die Windunterstützung war mit 2.60 Meter zu hoch und die Leistung findet keine Aufnahme in die Bestenliste. Erlaubt ist eine maximale Windunterstützung von 2.00 Meter pro Sekunde. Doch immerhin weiss Tessa, dass das Timing stimmt. Sie ging zusammen mit ihrer Clubkollegin aus Tegerfelden Svenja Moll auch noch über 100 Meter Sprint an den Start. Tessa erreichte dort sehr gute 12.80 Sekunden und Svenja 13.06 Sekunden. Das sollte eigentlich reichen, um an den Schweizermeisterschaften die Vorläufe zu über-stehen und gar in die Finalrunde vorzudringen.

 

Tessa zeigte auch eine glänzende Hürdenleistung. Zum zweiten Mal lief sie in dieser Saison diese anspruchsvolle Disziplin unter der Fünfzehn-Sekundengrenze nämlich 14.95 Sekunden. Das gibt Zuversicht.